b krisp
30. Oktober 2020

[ 30.10.2020 ]

24. April 2020

am 26. 3. 2020 wurde mein letztes jahr von Ö1, vom SWR2 sowie vom BHF ge- und beehrtes hörspiel „Ni Reki Tsuka Röh – soziale netzwerke vollständig ausblenden“ auch am (in berlin ansässigen) radiosender Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt. und zwar im rahmen der sendereihe Kurzstrecke, die aktuelle produktionen aus der gesamten deutschsprachigen freien hörspielszene bringt. die nachlese der sendungsgestalter/innen hat mich gefreut, köstlich amüsiert und nicht zuletzt immens geehrt. bittschön, in einem atemzug genannt zu werden mit… … und … … also, echt !! aber hört selbst…


danke an Julia Gabel und das team vom DLF Kultur für euer interesse! jederzeit gern wieder. oder so, nen.

23. April 2020

[ Apr 2020 ]

menschen mit einschlägigen vorerkrankungen sind durch covid19 also besonders gefährdet – das haben wir verstanden. die als lifestyle, komfort, lebenszeitökonomisierung und damit -optimierung launig forcierte virtualisierung unserer menschlichen existenz ist hingegen eine überall willkommene globale pandemie unvorstellbaren ausmaßes, eine art gesamtgesellschaftliche vorerkrankung, die nun in der selbstisolation – freiwillig oder angeordnet – ihre „tödliche“ vollendung findet. hat das jemand verstanden?

mit dieser gesamtgesellschaftlichen vorerkrankung ist der mensch durch die covid19-bedingte quarantäne besonders gefährdet: gefährdet, in dieser zugespitzten situation durch die nun brachial forcierte entwöhnung von der analogen welt draußen vor der haustür ebendiese, nolens volens, als immer weniger bedenkenswert, ja immer weniger erstrebenswert wahrzunehmen.

22. April 2020

[ Apr 2020 ]
liebe leute, liebe interessierte menschen!
ich hoffe sehr, ihr kommt alle soweit halbwegs zurecht mit dem aktuellen mist. es tut mir wahrlich schrecklich leid, derzeit keine konzerte spielen zu können. wir müssen da alle irgendwie durch. mir gehen aber auch viel zu viele schwerwiegende fragen durch den kopf, die derzeit ein locker-flockiges onlineisieren jeglicher meiner kunst beinahe verunmöglichen.

als beispiel lasst mich festhalten, warum mir etwa der begriff „social distancing“ so sauer aufstößt:

weil mit dem begriff – so man den ansagen glauben darf – eigentlich lediglich „physical distancing“ gemeint ist: man solle sich also räumlich von anderen fernhalten. als wäre das psychologisch nicht gesamtgesellschaftlich folgenschwer genug, insinuiert jedoch das omnipräsent getrommelte „social distancing“ natürlich auch – beabsichtigt oder nicht – tatsächlich auch eine soziale distanz, d.h. eine selbstgerechte gleichgültigkeit, die auf diese weise droht, zum neuen leitmotiv einer besonders aufpasserischen gesellschaft zu werden. der begriff „auf andere zugehen“, der ja im eigentlichen wortsinne eine räumliche annäherung zwischen menschen beschreibt, bedeutet im übertragenen sinne nicht umsonst die soziale interaktion schlechthin: indem ich auf einen menschen zugehe, nehme ich ihn wahr, seine verfasstheit, seine emotion, sein bedürfnis. mit dem akt des aufeinander-zu-gehens bekennt jeder einzelne von uns, dass wir auch den anderen als menschen begreifen und als solchen anerkennen. diese ursprünglichste regung sozialen instinkts wird von der parole „social distancing“ bereits schwerwiegend inkriminiert. ihren urhebern unterstelle ich dabei gar keine düstere absicht, was aber die sache nicht besser macht. das menschliche gehirn verarbeitet erwiesenermaßen am besten kurze, prägnante botschaften. daher laufen zum gegenwärtigen zeitpunkt die menschen – durch angst und verzweiflung emotional gefügig weil haltsuchend – hochgradig gefahr, dauerhaft abzuspeichern: „soziale distanz = gut“.
ich frage mich: wird nach diesem corona-fiebertraumtheater auch in vergleichbarem ausmaß die rücknahme, die klare verneinung dieser ekelhaften parole getrommelt werden? oder überdauert die maxime des rückzugs auf sich selbst als ethischer superlativ – im multimedial forcierten zeitalter der ich-AGs und me-myself-bubbles – nicht doch bei weitem die zeit der corona-krise?

9. März 2020

…ja, voll, mein one-straßenbahn-wonder wurde 2019 von einem heimischen label auf einen best-of-musik-aus-wien-sampler gewählt !  muito bem 🙂

16. Januar 2020


meinem 1.platz beim BerlinerHörspielFestival anfang mai 2019 verdanke ich, dass ich bereits ein monat später zum radio-interview beim SWR2 nach baden-baden eingeladen wurde: in der sendung „SWR2-Tandem“ sollte ich verschiedensten künstlaaaafragen rede&antwort stellen. frauke oppenberg war meine heitere fragenstellerin; katrin zipse danke ich sehrsehr für die extrem liebenswerte betreuung!
> interview im ganzen anhören + swr2-ankündigung zur sendung <

das interview (ohne zwischenmusik) kann auch hier in 5 teilen nachgehört werden.

(1)(berliner hörspielwettbewerb / hörspiele machen / der track5-wettbewerb / medium audiocassetten)

(2)(klavier in der kindheit / studienwahl / wie entstehen m.hörspiele, wie entstand dieses / was heißt „huschi“)

(3)(was „huschi“ heißt / soziale netzwerke, nötige kritik / wie vernetzen / themen der anderen hörspiele / wie ernst? „das thema ist kein spaß“)

(4)(wie ernst darf’s sein / georg kreisler / wie entstehen liedtexte / warum „varieté“, helge schneider? / über „bewerbungsgespräch“ / gesellschaftskritisch = politisch? / gesellsch.klima)

(5)(gesellsch.klima / stoff für lieder unabhängig von tagespolitik / pläne für konzerte, hörspiele)

9. Januar 2020


geschüttelt und gerührt, geschüttelt vom liegewagen und gerührt von der lustig-ermunternden stimmung in good ole berlin, stelle ich diese schöne begebenheit fest: beim Berliner HörspielFestival 2019 ist mir in der sparte „Das kurze brennende Mikro“ (hörspiele 5-20min länge) vom publikum der 1. platz zugedacht worden. und zwar gleich wiederum mit „Ni Reki Tsuka Röh – soziale netzwerke vollständig ausblenden“, meinem heuer zu jahresbeginn produzierten kleinen audiominiatürl. ich freu‘ mich wie ein kleines kind; von einem ebensolchen bekam ich übrigens diese vundahübshe aracea überreicht, die ich hier auf dem bild (mit den dritt- und zweitplazierten susanne franzmeyer und carina pesch) in der hand halte. [photo: golo föllmer]
zum artikel vom BHF

vundabah lakonisch auch der kommentar des moderators robert schoen (im bild ganz rechts) zu meinem stück, als er es in der finalen schnelldurchlaufrunde nochmal ansagte:
„….und als letztes: das eben gehörte „Ni Reki Tsuka Röh – soziale netzwerke vollständig ausblenden“ von Bernhard Krisper, in dem’s um Soziale… Netzwerke geht, oder auch nich‘, iss‘ egal… ’s macht jedenfalls viel Spaß.“

2. Januar 2020

April 30th, 2020. Mimi Baez Fariña (1945-2001), singer, songwriter, peace activist, would’ve turned 75 today.
Wondered what it was like to be Joan Baez‘ little sister: also passionate for her music, but always coming in second; finally fairly fed up with music business.
Dedicated this song to her in August 2012. Recorded only this single take today. (Mixed up some chords in the end, but never mind.)

For The Rest Of My Life ::: lyrics & music by Bernhard Krisper

May 2nd, 2020. Did a second take of the song. More melodica.

5. Oktober 2019

vor einem neugierigen, unterhaltungswilligen, mitunter gar nicht zu bremsenden publikum durfte ich nun auch meine solo-varieté-premiere im soizbuuurga land begehen – und zwar im sägewerk in bad hofgastein! besten dank an monika für’s interesse, an sepp für’s engagement, an andi & roland für die anmoderation sowie reibungslose bühnenschooo, an johanna für die gelungenen fotos und nicht zuletzt an paul für die initialzündung ! vor einer u.a. von esbjörn svensson oder jacky terrasson signierten leinwand in der kinstlaagarderobe bereitete ich lastminute meine maßgeschneiderte willkommens“rede“ vor. seehr speziell ! sehr cool. sehr gerne wieder !
p.s.: noch nie zuvor hat sich das stehaufmännchen so nahtlos zu einem bewerbungsgespräch geschleppt. in diesen augenblicken hätte man wohl jede erdenkliche steck-, ja gar nähnadel fallen hören.
fotos: danke an johanna jastrinsky !
  

6. Mai 2019

dieses jahr gab es keine notgedrungenen bemühungen von virtuellen fangemeinden, die „voten“ hätten müssen/können, nein: die heurige ö1-jury selbst hat meiner heurigen kleinen audiokreation den 2. platz des kurzhörspielwettbewerbs track5′ zugedacht, was mich außerordentlich freut. die am 22. februar im radiokulturhaus stattgefundene hörspiel-gala wurde sogar mit einem ausschnitt aus meinem kleinen hörstückerl eröffnet (wovon ich im vorfeld nichts wusste). hej, wie cool.
hier im RKH grad fein am blödeln mit dem drittplazierten, christoph hudl:

…und so klingtNi Reki Tsuka Röh“ :

 

die begründung der jury:

auf ö1 äußerten sich die theaterwissenschafterin christine ehardt & ’schule für dichtung‘-mastermind fritz ostermayer zu meinem hörspiel:

 
die eröffnung der ö1-hörspiel-gala 2019 mit einem ausschnitt aus meinem stück klang so:

 
hier der link zu meinen bisherigen kurzhörspielen: bkrisp hörspiele auf youtube

hier sind die anderen preisträger sowie sämtliche andere einreichungen des heurigen wettbewerbs nachzuhören.

yuhu.

4. Mai 2019

am 3. & 4.september gab es zum ersten mal das bkrisp-solo-sing/perform-varieté im tiroler land zu erleben! danke peter troyer vom kulturrestaurant eremitage für deine postwendende zusage, deine begeisterung und die exzellente bewirtung! ein äußerst aufmerksames publikum ließ die westösterreichpremiere des mit gitarrenkabeln und post-its kämpfenden wiener springinkerls in atmosphäre gebannter lauschhaltung vonstatten gehen. mi-a-i-a-iii… gab’s noch beschwerden wegen meiner singübungen in dem lichthof?

 

 

15. April 2018

da bin ich dabei! freudig verschaffe ich einer hörerschaft musik natürlich auch als konkrete dienstleistung – als verschönerung, untermalung, gestaltung eines persönlichen anlasses.

ich spiele solo piano (jazz/pop/klassik), sowie in kleinen besetzungen (2 oder mehr (max. 5, 6) musiker/innen, individuell zusammenstellbar aus einem pool von piano, vocals, sax, trumpet, guitar, bass, drums, … )
auf eurer hochzeit, geburtstagsfeier, firmenfeier, party, … (ja, auch trauerfeier – musik trägt uns durch alles im leben.)

ich freu mich über ihre/deine anfrage – eine unverbindliche auskunft gibt’s ganz schnell!