b krisp
21. April 2020

[ Apr 2020 ]

menschen mit einschlägigen vorerkrankungen sind durch covid19 also besonders gefährdet – das haben wir verstanden. die als lifestyle, komfort, lebenszeitökonomisierung und damit -optimierung launig forcierte virtualisierung unserer menschlichen existenz ist hingegen eine überall willkommene globale pandemie unvorstellbaren ausmaßes, eine art gesamtgesellschaftliche vorerkrankung, die nun in der selbstisolation – freiwillig oder angeordnet – ihre „tödliche“ vollendung findet. hat das jemand verstanden?

mit dieser gesamtgesellschaftlichen vorerkrankung ist der mensch durch die covid19-bedingte quarantäne besonders gefährdet: gefährdet, in dieser zugespitzten situation durch die nun brachial forcierte entwöhnung von der analogen welt draußen vor der haustür ebendiese, nolens volens, als immer weniger bedenkenswert, ja immer weniger erstrebenswert wahrzunehmen.